Fantasy, Jugendbuch, Rezension

Rezension zu “Uhrwerk der Unsterblichen” von Alexander Kopainski

– unbezahlte WERBUNG: Verlinkungen, Rezensionsexemplar, Markennennung/-erkennung –

 Er spürte, dass Dunkles in ihr heranwuchs und es damit ihr Herz zerfraß.

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Bibliographische Angaben

Originaltitel: Uhrwerk der Unsterblichen
Autor: Alexander Kopainski
Erscheinungsdatum: 08.12.2018
Verlag: Drachenmond Verlag
Genre: Jugendfantasy/ Urban-Fantasy
Seiten: ca. 450


Special

Aurarye, Coronye oder Incendye? Zu welcher Gruppe der Unsterblichen gehörst du? Hier geht’s zum Test von Alexander Kopainski.

Reihe – Einzelband

Klappentext

Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen aufgehört hat zu ticken. Heute führt er ein zurückgezogenes Leben in Paris, fern des Übernatürlichen. Einzig die stillstehenden Zeiger erinnern ihn daran, dass er magische Kräfte besitzt. Als die menschliche Giulia seine Identität aufdeckt und kurz darauf ein unerklärlicher Mord die Menschenwelt in Aufruhr versetzt, schließt er sich notgedrungen mit ihr zusammen, um den Täter zu finden. Doch trotz seiner Kräfte birgt die Suche nach dem Mörder unüberwindbare Gefahren, die die magischen Gesetze einzureißen drohen.
(Quelle: Drachenmond Verlag)

Buchtrailer


(Quelle: YouTube)

Erster Satz

Ein missgünstiger Blick verfolgte die Gestalt, die im Licht des Sonnenuntergangs langgezogene Schatten auf dem Asphalt warf.

Meine Meinung

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Giulia & Avery

In der Geschichte begleiten wir die beiden Arbeitskollegen Avery (97) und Giulia (22). Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Avery ist eher ernst, wohingegen Giulia sehr lebhaft und fröhlich ist. Was nicht daran liegt, dass sie ein Mensch ist und Avery ein Sapye. Was es mit den Sapye auf sich hat? Einfache Kurzfassung: Die Sapye tragen Taschenuhren und wenn sie ihre Reife erreichen, hört die Uhr auf zu schlagen und sich erreichen die Unsterblichkeit und bleiben bei dem Aussehen, welches sie bei Erreichen der Reife gerade haben. Sie sind außerdem in 3 Arten unterteilt. Die Auraye haben Flügel in Form eines Tieres, die Incendye beherrschen das Feuer und die Coronye beehrschen das Gold. Natürlich deckt Giulia auf, dass Avery ein Sapye ist. Doch warum kann sie ihn sehen? Ist der Schleier, welcher die Fähigkeiten der Sapye für Menschen unsichtbar macht, zerstört worden? Warum kann Giulia als Mensch durch den Schleier schauen? Das müsst ihr natürlich selbst nachlesen!

Die Sterne funkelten am Himmel, der sich wie dunkler Samt dicht über Paris legte.

Das Cover ist einfach ein Traum, aber natürlich habe ich vom “Covergott” auch nichts anderes erwartet. Ich finde es passt unglaublich gut zur Geschichte, denn die Flügel, genauso wie das Gold und die Taschenuhr, haben eine viel tiefere Bedeutung, als man zunächst annehmen mag. Unglaublich gut wird hier das Thema des Buches wiedergegeben und auch der Titel ist mehr als perfekt! Außerdem befinden sich einige super schöne Illustrationen in diesem Buch. Ich liebe sowas!

Der Einstieg in die Geschichte ging im ersten Viertel eher langsam voran. Die Welt der Sapye und was es mit ihnen auf sich hat wird erklärt und dem Leser wird ein wenig Zeit gegeben, das atmosphärische Gefühl der Geschichte aufzunehmen. Mir fiel der Einstieg dadurch sehr leicht, denn dieser langsamer Einstieg hat mir Zeit gegeben, die Sapye zu verstehen. Denn das ist wirklich notwendig, um die Story zu verstehen. Der Schreibstil von Alexander Kopainski ist flüssig, klar, bildhaft und fesselnd. Von der ersten Seite an war ich einfach nur gespannt, was es mit den Taschenuhren, den Sapye und deren Fähigkeiten auf sich hat. Warum konnte ausgerechnet Giulia Avery entlarven? Fragen über Fragen, welche mich bis zum Schluss mit Begeisterung haben dranbleiben lassen. Immer wieder tauchten neue Fragezeichen in meinem Kopf auf. Ich liebe es einfach sehr mit den Charakteren mitzufiebern und die Lösungen für ihre “Probleme” zu finden. Genau so war es auch in diesem Buch. Geschrieben ist die Geschichte übrigens in der 3. Person in der Vergangenheitsform. Des Weiteren gibt es zwei Handlungsstränge, dazu im nächsten Absatz mehr.

Von den Protagonisten habe ich euch bereits berichtet, wer mich aber ebenso begeistern konnte, waren die Nebencharaktere. Jeder war einzigartig! Ich kam nicht durcheinander, obwohl es einige Charaktere gab, die auftauchen. Leider kann ich euch nicht mehr dazu sagen, denn ich möchte natürlich nicht spoilern.

Da lag sie, unbeschwert und makellos: Eine weiße Feder.

Das Setting hätte besser nicht sein können! Wir haben einmal das verschneite Paris im Jahre 2017 und das von Kälte und Eis überzogene Moskau im Jahre 1877. Ich finde die Städte bilden einen unglaublich tollen Kontrast. So haben wir auf der einen Seite die zarte Stadt der Liebe und auf der anderen Seite das eher kühle und düstere, ebenfalls verschneite, Moskau. Die Hauptgeschichte mit Avery und Giulia erleben wir in Paris, wohingegen die Rückblenden im Jahre 1877 nur in Moskau spielen und ihren eigenen Handlungsstrang haben. Dies war übrigens in keinster Weise verwirrend, sondern eher förderlich für die Storyline.

Immer wieder hat der Autor mich mit der Handlung hinters Licht geführt. Jedes Mal dachte ich der Lösung nah zu sein um dann herauszufinden, dass es doch nicht so war. Oder ich stand komplett auf dem Schlauch! Daher gab es für mich auch grandiose unerwartete Wendungen und der Plot hat mich vollkommen umgehauen. Diese ganzen Verbindungen mit der Oper, Schwanensee, dem Ballett, den Sapye und Tschaikowski waren einfach sowas von komplex und einzigartig. Es ist definitiv kein Buch für zwischendurch, sondern eines auf das man sich komplett und mit voller Konzentration einlassen muss. Das meine ich nicht negativ, ganz im Gegenteil. Das düstere Feeling kam dadurch komplett bei mir an und hat mich mit Giulia und Avery mitfiebern lassen. Die Handlung war nach der “Einführung” super spannend und hat mich kaum losgelassen. Totales Gefühlschaos! Außerdem finde ich es unglaublich cool, dass Taschenuhren in dieser Geschichte so magisch sind. Diese “alten” Uhren haben etwas mystisches an sich. Die Idee hinter dieser Story ist zudem sehr gut umgesetzt worden. Ich hoffe, meine Begeisterung ist rübergekommen! 🙂

Hörst du noch das Ticken deiner Taschenuhr oder bist du schon unsterblich?

Fazit

Klare Leseempfehlung! Alexander Kopainski hat in diesem Buch eine tolle Welt und sympathische Charaktere erschaffen sowie eine Handlung, die mich sprachlos zurückließ. Ein wirklich großartiges Debüt! Ich hoffe, dass uns der Autor mit weiteren Geschichten begeistern wird.

Vielen lieben Dank an Alexander Kopainski für das Rezensionsexemplar und das ich zu den Auserwählten gehöre, die es vorab lesen durften!

Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

Eure Neni 


Die Besprechung wurde ebenfalls auf den nachfolgenden Plattformen veröffentlicht: Lovelybooks | Goodreads | LesejuryAmazon

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