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Rezension zu “Rosen und Knochen” von Christian Handel (01)

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Wir mochten Dämonen gejagt und Trolle abgeschlachtet haben, aber etwas derart Schreckliches hatten wir beide nie zuvor gesehen. Es waren Kinder gewesen.

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Bibliographische Angaben

Titel: Rosen und Knochen
Autor: Christian Handel
Erscheinungsdatum: 16.08.2017
Verlag: Drachenmond
Genre: Fairy Tale-Fantasy/ Düstere Fantasy/ dunkles Märchen
Seiten: 200

Reihe – Die Hexenwald-Chroniken

  1. Rosen und Knochen
  2. bisher noch nicht bekannt

Klappentext

Fürchtest du dich, bei Mondschein das Grab einer Hexe zu betreten?
Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose durch die Lande. Sie bekämpfen Trolle, retten Jungfrauen vor Wassermännern und vertreiben Kobolde aus Mühlen und Bauernhäusern.
Als sie von den Bewohnern eines kleinen Dorfs angeheuert werden, den spukenden Geist einer Hexe unschädlich zu machen, geraten sie allerdings in ein alptraumhaftes Abenteuer, das sie an ihre Grenzen führt. Und das ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt, das eine von ihnen vor der anderen gern für immer verborgen hätte …
(Quelle)

Erster Satz

Geisterkinder führten und zum Haus der Hexe.

Meine Meinung

Da die Hauptgeschichte mit ca. 157 nicht sehr lang ist, würde ich es gern bei dem Klappentext belassen und nicht unbedingt viel mehr zum Inhalt verraten. 

Die Geschichte erzählt uns Muireann, auch Schneeweißchen genannt, aus der Ich-Perspektive. Von der ersten Seite an mochte ich bereits “ihren” Erzählstil oder eher den Schreibstil des Autors. Auf düstere Art werden süße Märchen, so wie viele sie kennen, komplett über den Haufen geworfen und zu einem neuen geformt, zu einem eigenen. Ich finde, dass Christian Handel großartige Arbeit geleistet hat. Sein Schreibstil lässt sich unglaublich flüssig lesen und ich weiß nicht, wann ich zuletzt 150 Seiten am Stück gelesen habe, so wie ich es bei dieser Geschichte. Von mir aus hätte es auch direkt mit den Abenteuern von Rose und Muireann weitergehen können.

“… Hier treibt eine Hexe ihr Unwesen. Eine tote Hexe. Sie nährt sich vermutlich von Angst und sorgt dafür, dass wir sie verspüren. …” – Rose

Was mich ebenfalls begeistern konnte ist, dass Muireann und Rose, auch Rosenrot genannt, ein lesbisches Liebespaar sind. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Das war einfach wunderbar erfrischend und hat dem ganzen etwas modernes verliehen. Wie liebevoll die beiden miteinander umgehen hat mir sehr gefallen und war zwischen dem ganzen Grusel auch etwas “beruhigend”. Aber mit vielen anderen Dingen, die ebenfalls in diesem Buch passieren, habe ich ebenfalls nicht gerechnet. Die Geschichte hat mich von Anfang an sehr überrascht. Man beginnt sofort mitten im Geschehen und ist hin und weg. Die zauberhafte Welt hat mir sofort gefallen und als Schneeweißchen und Rosenrot ihre Arbeit beginnen und das Grundstück der Hexe betreten überlief mich direkt ein Schauer! Es war so ein paranormales und gruseliges Feeling. Es war etwas da, was man nicht sehen, aber spüren konnte. Sowas gruselt mich total! Zudem ist der Inhalt an Hänsel und Gretel angelehnt, aber dennoch was ganz Eigenes. Es ist keine Märchen-Adaption wie viele sie kennen.

Leider kann ich euch nicht viel über die Charaktere verraten, da ihr selbst hinter das Geheimnis kommen sollt. Was ich aber verrate: Das Geheimnis ist mega cool und damit habe ich ebenfalls nicht gerechnet. Ich wurde auf so viele Weisen immer wieder positiv überrascht und hoffe, das wir in den nächsten Bänden noch mehr über Rose und Muirann erfahren.

Der Spannungsbogen ging stetig nach oben, aber den Plot habe ich bereits geahnt, auch wenn er noch etwas anders war als ich ihn erwartet hatte. Dennoch war ich die ganze Zeit gespannt, wie der Plot jetzt umgesetzt wird, sodass es weiterhin spannend war.

Sie roch nach Sommer, wie eine Wildblume, selbst im tiefsten Winter. Das war mir bereits bei unserer ersten Begegnung aufgefallen und in diesen Duft hatte ich mich vielleicht noch früher verliebt als in sie selbst.

Das Cover finde ich mega schön! Es sind Schneeweißen (links) und Rosenrot (rechts) abgebildet, wie sie sich auf dem Grundstück der Hexe vor dem Hexenhaus befinden. Das Haus ist auch der hauptsächliche Ort des Geschehens. Es gibt keine Ortswechsel, aber das braucht die Geschichte auch gar nicht. Die Beschreibungen des Hauses und was dort alles passierte/ passiert hat mir Gänsehaut bereitet und hat mich schaudern lassen. Im Klappentext steht, dass es ein dunkles Märchen sei, aber das es so dunkel ist, hätte ich nicht erwartet. 

Nach der Hauptgeschichte geht es noch weiter mit einem Nachwort zur Geschichte, indem noch einiges erklärt wird und was soll ich sagen? Es war toll, nochmal etwas über die Hintergründe zu erfahren und noch tiefer in die Welt der beiden Dämonenjägerinnen einzutauchen. Danach erwartet uns eine Kurzgeschichte namens “Der Flötenspieler” welche ebenfalls in der Welt der Hexenwald-Chroniken spielt und eine Mischung aus “Der Rattenfänger von Hameln” und “Rumpelstilzchen” ist. Hierbei handelt es sich auch wieder um ein dunkles, selbstgestaltetes Märchen, welches mich wieder total fesseln konnte. Ich bin einfach ein Fan düsterer Geschichten! 😀 

Doch damit ist das Buch noch nicht beendet, denn es gibt noch ein überarbeiteten Artikel des Autors namens “Grimmige Märchen” wo es um die wahren und wirklichen Märchenerzählungen geht und nicht die überarbeiteten und verschönerten, welche wir heute zumeist kennen. Auch davon war ich begeistert wie eigentlich von allem. 😀

Fazit

Für alle Fans von dunklen und düsteren Geschichten und Märchen! Schreibstil, Handlung, Charaktere und das Setting haben mir super gefallen und waren toll aufeinander abgestimmt. Zudem ist das Paar lesbisch, was ich irgendwie super  und viel zu selten finde. Eine Geschichte voller Spannung und auch die Liebe kommt nicht zu kurz

Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

Eure Neni 


Die Besprechung wurde ebenfalls auf den nachfolgenden Plattformen veröffentlicht: Lovelybooks | Goodreads | Lesejury | Amazon | Thalia

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