Jugendbuch, Rezension

Rezension zu “Hazel Wood – Wo alles beginnt” von Melissa Albert

– unbezahlte Werbung: Verlinkungen, Rezensionsexemplar, Markennennung/-erkennung –

Als Alice geboren wurde, waren ihre Augen abgrundtief schwarz, und die Hebamme blieb nicht einmal lang genug, um sie zu waschen.

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Bibliographische Angaben

Originaltitel: The Hazel Wood (dt. das Haselholz)
Titel: Hazel Wood – Wo alles beginnt
Autorin: Melissa Albert
Aus dem Englischen von: Fabienne Pfeiffer

Erscheinungsdatum: 20.08.2018
Verlag: Oetinger
Genre: Fairytale-Fantasy/ Jugendbuch
Seiten: 352

Reihe – Einzelband

Klappentext

Geh hin, wo alles beginnt … Hazel Wood zieht alle in seinen Bann.

Seit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt.
(Quelle: Oetinger Verlag)

Erster Satz

Althea Proserpine zieht ihre Tochter mit Märchen groß.

Meine Meinung

Das Cover finde ich wirklich wunderwunderWUNDERschön! Es lässt einen schon ein wenig darauf schließen, was es mich Hazel Wood auf sich hat. Dazu glitzert es auch noch und ist einfach magisch. Es hat mich allein aufgrund des Covers schon überzeugt, aber natürlich hat mich der Klappentext auch angesprochen.

In diesem Buch geht es um Alice, welche zusammen mit ihrer Mutter Ella von Ort zu Ort zieht. Nichts hält sie an einem Ort, denn sie werden vom Pech verfolgt und versuchen davor zu fliehen. Als Alice Großmutter Althea Proserpine stirbt, fühlen sich Ellas Mutter sicher und wohnt nun fest mit Alice in New York, wo sie ein normales Leben führen. Doch dann verschwindet Ella und zurück bleibt ihr nur eine Notiz auf der steht, dass sie sich von Hazel Wood vernhalten soll. Doch Alice weiß nichts darüber und macht sich somit mit Finch, einem Freund und Fan ihrer Großmutter, auf den Weg dorthin. Alice Großmutter war nämlich nicht einfach irgendjemand, sondern eine berühmt berüchtigte Autorin. Sie schrieb “Die Märchen aus dem Hinterland”, welche ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Wird Alice Ihre Mutter finden? Was ist mit Ella passiert und warum werden sie vom Pech verfolgt? Was hat es mit den Märchen aus dem Hinterland auf sich? Das müsst ihr selbst nachlesen!

Schon damals war ich ein Mädchen, das die Rückseiten der Möbelnach verborgenen Türen abklopfte und jeder Sternschnuppe am Nachthimmel einen Wunsch hinterherschickte.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er war leicht und locker, hat mich einfach durch die Seiten fliegen lassen. Außerdem war ich bereits zu Anfang so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich war hin und weg von dieser merkwürdigen und düsteren Geschichte. Die Story wird in der 1. Person von Alice in der Gegenwart erzählt. Eine wirklich tolle und absolut passende Perspektive.

Die Protagonistin Alice war einfach anders und das hat mich von Anfang an beeindruckt. Selten hat man eine solch merkwürdige Protagonistin. Alice ist sehr eigen und besonders, wodurch man sie erst noch lieben lernen muss. Sie war mir daher leider nicht von Anfang an sympatisch. Doch im Laufe der Geschichte hat sie eine tolle Entwicklung durchgemacht und Stärke bewiesen. Die Nebencharketere waren genau so komisch, wie die Protagonistin. Mich haben sie dennoch alle überzeugen können, gerade aufgrund ihrer merkwürdigen Eigenheiten. Was genau so merkwürdig war, dass werde ich nicht verraten, denn ich möchte nicht spoilern.

New York als Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Es hat wirklich sehr schön gepasst und auch das märchenhafte wurde gut rübergebracht. Auch wenn das Setting eigentlich eher ab der Mitte des Buches eine größere Rolle spielt. Die Atmosphäre während des Lesens  war toll! Es war düster und märchenhaft. Richtig tolle Fairytale-Fantasy! Auch wenn ich es aufgrund einiger gruseliger Momente und der Brutalität nicht unbedingt als Jugendbuch eingestuft hätte. Das hat mir sogar manchmal Angst gemacht!

Aber dieses Märchen war anders als alle, die ich kannte. Es war verworren und unheimlich und dabei nicht einmal besonders blutig. Es gab keine Helden. Keine Hochzeit. Keine Moral.

Die Handlung hatte von Anfang an einen merkwürdigen Beigeschmack (was war an diesem Buch eigentlich nicht merkwürdig?!), was mich aber umso mehr daran gefesselt hat. Das düstere Feeling zog sich durch die gesamte Story und ließ mich immer wieder schaudern. Zwischen der normalen Handlung werden auch Märchen aus dem Hinterland nacherzählt und diese Märchen sind dann auch auf besonders illustrierte Seiten gedruckt. Wirklich mega atmosphärisch! Auch wenn die Märchen nicht ohne waren. Aber so ist es mit Märchen nun mal. Sie sind brutal, düster und haben nicht immer ein Happy End. Das macht uns die Autorin auch klar. Ich liebe düstere Fantasy und daher konnte Melissa Albert mich mi diesem Buch abholen. Es gab einige unerwartete Wendungen, die Handlung war spannend und das Ende hat mir sehr gefallen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, was mir wirklich gut gefallen. 🙂

Fazit

Für alle, die düstere und mystische Geschichten mögen und auf Fairytale-Fantasy stehen. Ihr liebt Märchen? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung! Man munkelt, dass bald “Die Märchen aus dem Hinterland” als gesondertes Buch erscheint. Wenn es so ist, dann freue ich mich schon sehr darauf mehr aus dieser Welt zu erfahren.

Vielen lieben Dank an den Oetinger Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

Eure Neni 


Die Besprechung wurde ebenfalls auf den nachfolgenden Plattformen veröffentlicht: Lovelybooks | Goodreads | LesejuryAmazon

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