Buchgeplauder

Ich bin schön, so wie ich bin! [Bodypositivity statt Bodyshaming]

Übernommener Blogbeitrag von meinem alten Blog und daher ohne Bilder!

Hallöchen meine Lieben,

als ich diese tolle Aktion von Vera vom Blog Chaoskingdom gelesen habe, wollte ich auch unbedingt etwas dazu schreiben. Hier geht’s zum Beitrag der lieben Vera.

Früher habe ich mich oft für meinen Körper geschämt, da ich seit 2008 bestimmt 30 kg zugenommen habe. Auf dem linken Bild könnt ihr mich in meinem Urlaub mit 18 Jahre sehen. Ich fand mich damals “dick”, obwohl ich jetzt immer denke: Wärst du doch nochmal so schlank. Ich habe damals um die 60 kg gewogen. Klar, der Körper verändert sich im Alter, wir gehen arbeiten, haben nicht mehr so viel Zeit und bewegen uns nicht mehr so viel oder essen auch anders. Aber irgendwie frage ich mich ab und an: Wie ist das bloß passiert?!

Nachdem ich im Januar 2017 an Multiple Sklerose erkrankt bin (oder eher gesagt meinem 1. Schub hatte) habe ich gemerkt, dass es eigentlich egal ist, ob ich eine Hosengröße 40 oder 46 trage. Ob ich 60 kg oder 90 kg wiege. Natürlich muss man auf seine Gesundheit achten, aber ich finde nicht, dass ich mich dafür schämen muss.

Meine Mutter hat in den letzten Jahren oft zu mir gesagt “Du musst jetzt mal aufpassen, nicht das du noch dicker wirst”, “Hast du wieder zugenommen?” (Ich war immer noch gleich “dick”) und das hat mich irgendwann so genervt, dass ich ihr gesagt habe, dass ich nicht mehr komme, wenn sie damit nicht aufhört. Ist das nicht egal wie viel ich wiege? Bin ich jetzt weniger Wert? Muss man mich immer wieder fragen? Seitdem ich “krank” bin und ihr gesagt habe, dass sie damit aufhören soll, macht sie das übrigens nicht mehr. Mittlerweile denke ich, dass auch sie einfach glücklich darüber ist, dass gesundheitlich alles supi ist und ihr meine Figur egal ist, auch wenn sie sich immer von einem Abnehmwahn in den nächsten stürzt und das, obwohl sie sehr schlank ist.

Ich habe letztens auch mit jemanden gesprochen und habe erzählt, dass ich für den Sommer noch einen Bikini suche. Die Reaktion darauf war “Du kannst doch mit deiner Figur keinen Bikini tragen.” Sie meinte, dass wäre nicht schön anzusehen und ich müsse dann mit blicken rechnen. Na und? Wer mich im Bikini nicht sehen will, der soll doch weggucken!  Muss ich mich verstecken, nur weil ich dem gängigen Schönheitsideal vom Körper her nicht entspreche? Ich finde nicht.  Und ich werde mir auch definitiv einen Bikini für meinen Urlaub kaufen. Auch ich möchte mich bräunen und mich schön fühlen.  Immerhin bin ich 27 und nicht 77…obwohl man da natürlich auch noch einen Bikini tragen kann, wenn man mag.

Nachdem ich 4 Schübe und sehr viel Kortison hinter mir hatte, das war ungefähr von Januar bis Juli 2017, habe ich oft zu hören bekommen, dass ich noch dicker geworden sei und das ich ja jetzt mal schauen muss, dass ich das wieder runter bekomme. Das hat mich so sehr verletzt, da ich gar nicht daran gedacht habe.  Für mich war es viel wichtiger, dass meine Gefühlsstörungen weggehen und mein Sehvermögen wieder kommt. Ich bin lieber “dick” anstatt körperlich behindert und blind! Dennoch bin ich natürlich froh, dass die 7 kg durch das Kortison nach einiger Zeit von allein weggegangen sind.

Mein Freund ist seit 2008 mit mir zusammen und für ihn bin ich immer noch die schönste Frau der Welt. Was will ich mehr? Warum soll ich anderen gefallen wollen? Hauptsache ich mag mich!  Natürlich mag ich einiges auch nicht. Ich habe ein Doppelkinn, dass mich echt ziemlich nervt. Zudem mag ich meine Speckrollen am Rücken nicht und auch nicht meinen Bauch. Aber es gibt auch vieles was ich an mir mag:

  • Haarfarbe
  • Augenfarbe
  • Sommersprossen
  • Wimpern
  • Lippen
  • Meinen Hintern
  • Oberweite
  • Taille
  • Hautfarbe

Insgesamt finde ich mich ganz knorke! Natürlich möchte ich auch abnehmen, das möchte ich gar nicht verleugnen. Das möchte ich aber für mich tun und nicht um anderen zu gefallen. Ich möchte, dass nicht alles aus der Form gerät. Bei mir ist zum Glück alles straff, aber es könnte definierter sein. Das hört sich bei 90 kg natürlich ein bisschen komisch an, aber so ist es.

Mir ist durch meine Erkrankung einfach klar geworden, was wirklich wichtig ist und sich für seinen Körper zu schämen, weil man nicht der gerade aktuellen Norm entspricht, ist es nicht! ☝

Ihr seid schön, so wir ihr seid und ihr dürft euch auch schön fühlen!
#Ichbinschön

Der Beitrag ist ein wenig wirr, aber ich habe einfach mal alles aufgeschrieben was mir so eingefallen ist und was mich beschäftigt hat. Ich hoffe ich habe somit die Teilnahmebedingungen erfüllt.

Eure Neni 

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